Persönlicher Berlinale-Bär 2013 – Rock the Cashbah

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Ein erschütternder atemberaubender Kino-Abend wars – und noch ist es schwer, das Gesehene in Worte zu fassen. Rock the Cashbah ist unser, ist mein persönlicher Berlinale-Bär aus vielerlei Gründen: er schafft es, ein schwieriges Thema – den Alltag Wehrdienstleistender in der israelischen Armee – dank grossen Einfühlungsvermögens, beeindruckender handwerklicher Qualität und erstaunlicher schauspielerischer Leistungen zu einem eindrucksvollen Spiel-Film zu machen; mehr kann die geneigte Leserin vorerst hier finden.

Im anschliessenden Filmgespräch sagte der Regisseur Yorav Horowitz, dass er den Film seiner Generation widme, mit denen er vergleichbare Armee-Erlebnisse teilt und dass er ihn an die Eltern all derjenigen adressiert, die zukünftig zum Wehrdienst eingezogen werden werden. Ein eindrucksvoller Appell an Mitmenschlichkeit und die Ausweglosigkeit immer weiter fortschreitender Polarisierung oder Radikalisierung. Wenn ich meine Beeindruckung besser in Worte fassen kann, erlaube ich mir einen Nachtrag zu diesem Eintrag.

Ach ja, den C.I.C.A.E. Preis der internationalen Filmkunsttheater hat der Film bekommen, also: bestimmt demnächst im Kino des Vertrauens!