Berlinaleblog

68. Berlinale, 15.-25. Februar 2018

Born to Dance – Neuseeland ist bunt

Es kam mir bei Mahana schon so vor, als wären die Farben in Neuseeland ganz besonders, als hätten die Kameraleute am Sättigungsrädchen gedreht.

Noch bunter ist Born to Dance, aber da geht es auch um tanzende Hiphop Crews, da ist Farbe quasi Pflicht. Es ist ein klassischer Genrefilm: der Protagonist Tu will es schaffen, Tanzen zum Lebensinhalt zu machen – anstatt, wie sein Vater es gerne hätte, zum Militär zu gehen (andererseits ist der Vater ziemlich cool, denn er verlangt eigentlich nur, dass Tu irgendwas sinnvolles tut). Dazu versucht er die Aufnahme in die weltberühmte K-Crew zu schaffen, verliebt sich in die superhübsche Freundin von K, die an ihm durchaus auch Interesse hat, hat Stress Frühsport mit seinem Offiziersvater, Job im Recyclinghof, Training mit der eigenen Crew und mit der Star-Crew unter einen Hut zu bringen. Das kann natürlich nicht gut gehen, er verliert seinen Job, seine Freunde halten ihn für einen Verräter und als sich herausstellt, dass das Casting bei der K-Crew alles fake war, und K nur die Moves der begabstesten BewerberInnen klauen wollte, scheint es einen Moment, als hätte er nur falsche Entscheidungen getroffen.

Dass der Film die Kurve kriegen muss, liegt in der Natur des Genres, und er weiß, was er uns schuldig ist. Wie die Auflösung aber gelingt, ist sehr bunt, sehr spektakulär anzusehen und sehr herzerwärmend. Großer Spaß, klasse Musik und supertolle Tanzszenen!

Ein Detail, das mit dem Film gar nichts zu tun hat, aber mit bunt: die Sitze in den Stadtbussen von Auckland sind mit einem schwarzen Stoff mit knallgrünen Farnwedeln gepolstert.

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