Der Berlinale-Vorverkauf der Zukunft

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Den folgenden Masterplan für den Berlinale-Vorverkauf bewege ich schon seit einigen Jahren in meinem Herzen, jetzt schreibe ich ihn mal auf, vielleicht interessierts ja jemand. Also:

In vier Schritten zum idealen Berlinale-Vorverkaufssystem

1: Die zentralen Vorverkaufsstellen werden abgeschafft.

2: Drei Viertel der Tickets werden online verkauft, und zwar in drei bis vier Tranchen täglich: 10 Uhr – 14 Uhr – 18 Uhr – ggf. 20 Uhr – so dass jeder einen oder mehrere Versuche am Tag hat.

3: Ein Viertel der Tickets geht an die Theaterkassen, so dass auch Nonliner ihre Chance haben, und zwar an ganz vielen Stellen und ohne Schlangestehen.

4: Die erheblichen Mittel, die man durch das Wegfallen des zentralen Vorverkaufs einspart (Personal, Häuschen, Verkabelung usw) werden dazu verwendet, an Eventim und den Konzertkassen einmalig eine Ablöse für die Zusatzgebühren zu zahlen, so dass die für uns wegfallen.

Gut, oder?

Vielleicht sollte ich mal eine Online-Petition dafür starten 🙂

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. micha

    Super, die Petition zeichne ich sofort!

  2. maxuta

    Also, dann vertrete ich (mal wieder?) die Ja-Aber-Fraktion…
    Allein die Vorstellung, für die Karten in das schreckliche Untergeschoss eines Einkaufzentrums zu müssen und mitten im Durchgang mit Bockwurst- und Mc-Donalds-Geruch anzustehen, erzeugt bei mir nur Grusel. Und dass es ohne Anstehen gehen würde, glaubich einfach nicht.
    Vor allem entgingen einem die menschlich-allzu-menschlich-Unterhaltungen in der Schlange und die leuchtenden Gesichter, wenns geklappt hat und das Mitgefühl mit den Enttäuschten und dass es meist viel schneller geht als befürchtet und die vielen netten Verkäufer*innen, denen mensch Jahr um Jahr begegnet – gestern gabs zum Beispiel eine bühnenreife Optimale-Karten-Kauf-Performance auf einem Tisch zum Verkaufsstart: nennt uns nur die Nummer, bitte keine Filmtitel, Orte, Tage, Uhrzeiten – und Filme können wir euch auch nicht empfehlen, wir kommen nämlich garnicht zum Gucken! So wurde dann aus einer grummelnden Berliner Schlange mal wieder Wartegemeinschaft 😉
    Aber natürlich darf weiterhin auch ein kleines Kontingent online gehen ;-))

  3. ulla

    Ja, als ich gestern mit Micha und Barbara im Kino über den Masterplan gesprochen habe, warf auch gleich eine Frau sehr leidenschaftlich das selbe ein: dass das Anstehen an sich schön sei.

    Ich modifiziere den Plan also folgendermaßen: es wird ein Nostalgie-Schalter in den Arkaden eingerichtet für Leute, die Spaß am Anstehen haben und eine zusätzliche Ansteh-Urlaubswoche machen möchten. Damit das Anstehen seinen Reiz behält, werden maximal 10% der Tickets da feilgeboten. (bei mehr wäre es ja langweilig 🙂

    Im Übrigen wird mein Masterplan wahrscheinlich sowieso nicht umgesetzt werden, denn mit ihm gäbe es keine langen Kamerafahrten mehr an der Kassenschlange entlang, und keine Fotos von Leuten mit Schlafsäcken vor den Häuschen. Und ohne diese Bilder können weder die angereisten Fernsehteams noch die Berlinaleleitung leben. Aber wer weiß, vielleicht ist auch für dieses Problem der Nostalgieschalter die Lösung….

  4. maxuta

    … und dann kommt Dein Masterplan und in der ersten Nacht der Berlinale kackt der Internet-Anschluss ab – oder gleich das gesamte Equipment! Das ist jetzt gemein, ich weiss, aber auch unter Teilhabe-Aspekten ist die Kartenschlange nunmal ein echtes Argument, so nervig und zeitaufwändig das Anstehen auch sei… :-)) … nichts für ungut!

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