Berlinaleblog

67. Berlinale, 9.-19. Februar 2017

Karera ga Honki de Amu toki wa – Close-Knit

Naoko Ogigami ist wieder mit einem Film auf der Berlinale, da ist sofort klar, der muss ins Programm. Unvergessen ist das wunderbare Verb „zwielichten“ aus Megane oder der Katzenverleih gegen Löcher in Herzen in Rentaneko. Jetzt also Karera ga Honki de Amu toki wa – Close-Knit im Cross-Section-Programm von Panorama und Generation 14plus.

Tomos alleinerziehende Mutter ist weg – offensichtlich nicht zum ersten Mal. Tomo geht zu ihrem Onkel Makio, der neuerdings mit Rinko zusammenlebt. Rinko ist eine schöne Transfrau, die sich gleich ganz fürsorglich um Tomo kümmert – das ist die so gar nicht gewöhnt. Tomo, Makio und Rinko entwickeln einen Alltag, machen Ausflüge und wachsen beinahe zur Kleinfamilie zusammen. Es kommen weiter vor: unfassbar niedliche Bentoboxen, eine verständnisvoll-kämpferische und eine ignorante Mutter, eine Spülmittelattacke, Stricken um große Wut abzureagieren, gestrickte Brüste und eine Zeremonie mit 108 wollenen Strickpimmeln.

Der Film ist lustig und traurig und sehr was fürs Herz. Ein sehr schöner gelungener Saisonabschluss.

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