Berlinaleblog

68. Berlinale, 15.-25. Februar 2018

Luxus-Probleme…

Berlinale ist, wenn nach stundenlangem Film-Beschreibungen lesen und  dem ersten Staunen über das diesjährige Angebot und der ersten Irritation, so ähnliche Sachen wie in den letzten Jahren garnicht mehr zu finden, die ersten Filmtitel oder Plots oder RegisseurInnen oder Ländernamen hängen bleiben und die ersten Eselsohren in Papierprogramme oder den Online-Kalender kommen. Ja, die Berlinale-App ist klasse, der Online-Programm-Kalender (nicht nur wg iCal) auch. Was war das früher bloß für ein Gefummel und Geschreibsel…

Berlinale ist der Frust über all die interessanten Filme, die wiedermal viel zu Viele und deshalb nicht unterzubringen oder koordinierbar sind oder die von der Beschreibung nicht richtig eingehakt haben und dann gute Kritiken bekommen, nicht zuletzt hier im Blog, und dann schon abgelaufen oder ausverkauft sind.

Berlinale ist aber auch, wenn rundum  übers Online-Karten-System geklagt und schlaue Tipps für Kartenkaufen ausgetauscht und sich nach jeweiligen Wegen und Vorgehensweisen erkundigt wird. So weiss ich jetzt im Nachherein, dass das Online-Karten-System diesmal gehörige Probleme (gehabt) haben muss, so oft wurden ähnliche Phänomene beschrieben.

Und mit den ersten gesehenen Filmen setzt langsam das ein, was für mich die Essenz von Berlinale ist: Überraschungen erleben, weil mit der 2. Wahl superglücklich oder in Filmen, die in der 1. Runde garnicht ausgeguckt waren – Staunen, weil der Film so ganz anders als die Vorstellung im Vorherein und ganz toll / überraschend / ungewöhnlich – Gähnen wegen des Gegenteils oder weil der subjektive Overload erreicht ist und frau nicht mehr kann. Und Rührung: wegen des Films, wegen des Publikums, der Film-Crew, der beeindruckenden Fragen im Film oder im Q&A und überhaupt…

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