Berlinaleblog

67. Berlinale, 9.-19. Februar 2017

Mr. Long – SABU im Wettbewerb

Mr. Long ist ein – wie am Anfang zu sehen, sehr erfolgreicher – taiwanesischer Profikiller, der einen Auftrag in Japan erledigen soll. Das geht schief, er entkommt verletzt und landet in einer trostlosen Gegend. Ein kleiner Junge bringt ihm Verbandszeug, Klamotten und ein bisschen Gemüse. Mr. Long sucht sich einen Wasserhahn und einen ollen Suppentopf und kocht Suppe. Als er die Junkiemutter des Kleinen trifft, bekommt die erstmal einen Zwangsentzug und anschließend was Vernünftiges zu essen verpasst. Als die Nachbarn mitbekommen, dass er kochen kann, bauen sie ihm einen Imbisswagen und Mr. Long macht vorläufig in Nudelsuppe. Dass die Idylle so nicht bleiben kann, ist klar…

Handwerk: sehr gut, Handlung: auch in Ordnung, Figuren: hmm – das ist ein Jungsfilm. Sehr cooler Held, aber die Frau ist nur hübsch und sehr niedlich, aber ein klassisches Opfer ohne Persönlichkeit, ohne Profil. Das nervt. Nebenfiguren: prima, Soundtrack: äußerst konventionell. Ich weiß auch nicht, von SABU, „Genius director from Japan“ hätte ich irgendwie mehr erwartet.

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