Berlinaleblog

68. Berlinale, 15.-25. Februar 2018

Flatland

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Und noch eine besondere Polizistin: Beauty Cuba in Flatland trägt knallige Nicki-Jogging-Anzüge mit Strass-Applikationen und kann gut schießen. Sie wartet darauf, dass Billy, der nach fünfzehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, sich bei ihr meldet. Plötzlich erfährt sie, dass er angeblich am Tag seiner Entlassung einen Mann getötet hat. Sie fährt 500 km nach Norden, um die Wahrheit herauszufinden.

Die schwarze Natalie heiratet den weißen Bakkies, wird in der Hochzeitsnacht von ihm vergewaltigt und versucht, sich in der Scheune bei ihrem Pferd zu verstecken. Plötzlich ist der übergriffige Pfarrer tot und Natalie flieht zu ihrer Freundin und Ziehschwester Poppie. Poppie ist hochschwanger von Trucker Branco, den sie in grenzenloser Naivität für ihre große Liebe hält. Die Mädels wollen im Truck von Branco – samt Pferd versteht sich – nach Johannesburg fliehen.

Billy gesteht den Mord am Pfarrer, weil er sich ein Leben in Freiheit nicht mehr vorstellen kann. Beauty will seine Unschuld beweisen, auch wenn er das gar nicht möchte. Als weitere Schlinge im Handlungsstrang, ist Bakkies der Sohn von Beautys ehemaligem, in zwischen pensionierten Kollegen Jaap. Bakkies versucht nur zu gerne, den Mord einem geständigen Kriminellen anzuhängen, um zu vertuschen, dass der Pfarrer mit seiner Dienstwaffe erschossen wurde. Dabei stellt er sich allerdings so blöd an, dass Beauty sofort merkt, dass das alles Quatsch ist und die Verfolgung der jungen Frauen aufnimmt.

Dann machen fast alle Fehler, es kommt zu mehreren Showdowns und für die verschiedenen Figuren zu unterschiedlich zufrieden stellenden Enden. Schönste Szene in einer Bar: Beauty zwingt zwei Biker mit Dienstmarke und Waffe den Fernseher von einem Kricketspiel zu ihrer Lieblingssoap umzuschalten.

Regisseurin ist Jenna Bass, die letztes Jahr mit High Fantasy auf der Berlinale war. Schade, dass es nach der Vorstellung keine Q&A gab.

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