Luxus-Probleme…

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Berlinale ist, wenn nach stundenlangem Film-Beschreibungen lesen und  dem ersten Staunen über das diesjährige Angebot und der ersten Irritation, so ähnliche Sachen wie in den letzten Jahren garnicht mehr zu finden, die ersten Filmtitel oder Plots oder RegisseurInnen oder Ländernamen hängen bleiben und die ersten Eselsohren in Papierprogramme oder den Online-Kalender kommen. Ja, die Berlinale-App ist klasse, der Online-Programm-Kalender (nicht nur wg iCal) auch. Was war das früher bloß für ein Gefummel und Geschreibsel…

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The Last Days of the City

Das soll die englische Übersetzung des ägyptischen Filmtitels: Akher ayam al Madina sein. Anders als bei europäischen Sprachen muß ich mich hier verlassen – und bin davon interessanterweise mehr irritiert als bei afrikanischen oder asiatischen Sprachen. Erst zum Ende des Films bekommen wir eine (unerwartete) Erklärung für den Filmtitel. Und diese ist, wie vieles in dem kunstvollen Film von Tamer el Said poetisch und hart zugleich.

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The Music of Strangers – ein emotionales Fest der Musik

Yo-Yo Ma und sein Silk Road Ensemble hat der Filmemacher Morgan Neville portraitiert, von seinem Entstehen vor 15 Jahren bis heute. Morgan Neville gewann 2014 einen Oscar für „Twenty Feet from Stardom“ – den Film sollte ich als Chorsängerin sicher auch mal gucken… all das war aber erstmal noch kein Grund, den Film bei der Berlinale zu schauen. Er kommt garantiert ins Kino und bei der Filmographie seines Machers ist sicher auch kein völlig abseitiges Produkt zu erwarten. Aber das Silk Road Ensemble ist uns schon lange eine Herzens-Angelegenheit und die Aussicht auf die Friedrichstadtpalast-Leinwand war auch nicht zu verachten. (mehr …)

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Manazil bela abwab – Filmemachen unter erschwerten Bedingungen

Micha hat ja gestern dankenswerterweise das Thema: innovatives Kino aufgemacht. Die Doku „Häuser ohne Türen“ hat mich auch auf diese Frage gebracht. Es ist ein Film über das langsame Einzughalten des Krieges in eine Strasse in Aleppo – ich finde, dies ist dem Filmemacher Avo Kaprealian gelungen. Und allein dies mitzuerleben, war schon ein berührendes Thema für sich. Im Film sind Sequenzen mit Musik mit teilweise experimentellem Charakter, mit Gegenschnitten aus alten Spielfilmen und Dokus oder technischen Verfremdungen des Filmmaterials in einen Rhythmus gebracht, der mich gelegentlich an einen Gedankenfluss erinnert. Und die Paralysierung der Betroffenen durch die immer bedrohlicher werdenden Anzeichen der Angriffe wurde für mich körperlich spürbar. Auf Dokus mit Wackelbildern und indifferenten oder mit Bedeutung aufgeladenen Geschehnissen reagiere ich mittlerweile oft genervt, aber dieser Film hat meine Aufmerksamkeit bis zum Schluss gehalten. (mehr …)

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A Magical Substance Flows Into Me…

Das hat nur kurzzeitig geklappt: zum Beispiel als die Sängerin Neta Elkayam in ihrer Küche beim Kochen singt; sie ist Angehörige der marokkanisch-stämmigen Mizrahi in Israel und somit Repräsentantin arabischer Musik im Staatsgebiet Israels. Der Film beschäftigt sich – indem er an musikalische Dokumente eines Musikwissenschaftler der 30er Jahre anknüpft – mit den Schwierigkeiten des Überlebens dieser Musik bis heute. (mehr …)

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Die ultimative Filmkatze – Zona Norte

Die für mich bisher ultimative Filmkatze räkelt sich auf dem Schoß von Sabine Kossatz, einer Foto-Journalistin, die sich in den globalisierungs- und systemkritischen Kreisen Rio de Janeiros bewegt – und sich zu den Umbrüchen äußert, mit denen die Bewohner der Stadt durch die gigantischen Bau-Projekte für internationale Mega-Sport-Events zu kämpfen haben. Sie wird ebenso portraitiert wie die omnipräsenten Militärs in Strassenpanzern mit dem Finger am Abzug ihrer Schiessgewehre. Und wie die nimmermüde Gründerin des Projeto Uerê (U-Erê = Kinder des Lichts), einem Schulprojekt in einer der ärmsten Favelas der Stadt nahe beim Flughafen, mit dem den von Drogen, Gewalt, Armut und Obdachlosigkeit umgebenen Kindern ein sicherer Ort geboten werden soll. (mehr …)

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