Glamour im Friedrichstadtpalast – The Boy Who Harnessed the Wind

Filmteam auf der Bühne

The Boy Who Harnessed the Wind läuft in der Reihe Berlinale Special Gala. Gala heißt, dass das Filmteam in Festgarderobe von Dieter Kosslick in den Saal und zu den Plätzen geleitet wird, dass ein Moderator in Fliege anmoderiert, und dass nach dem Film alle auf die Bühne kommen. Der Regisseur Chiwetel Ejiofor (Titus hat ihn sofort beim reinkommen erkannt, ich nicht) bedankt sich bei ca. 200 Leuten, die weibliche Protagonistin Aïssa Maïga in gelbem (!) Kleid sieht umwerfend aus und bedankt sich beim Publikum, der jugendliche Protagonist Maxwell Simba bedankt sich bei seiner Mutter, und dann kommt da noch William Kamkwamba in Person und spricht auch noch ein paar freundliche Worte. Blumen werden überreicht, der Friedrichstadtpalast jubelt minutenlang stehende Ovationen. Hach!  (mehr …)

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Monster Hunt 2 – globalisiertes Unterhaltungskino

… und „what comes after Walt Disney“. Es beginnt mit einer bollywoodesken Massen-Tanz-Szene und dieser Schwung, Dynamik, Tempo verlassen den Film bis zum Ende nicht. Immer mit einem komödiantischen Unterton im Stile von Shrek werden Personen- und aminimiertes Kino mit einem Feuerwerk aus Spezial-Effekten à la Monster AG, mit Plastic-Fantastic-Kino-Bauten (Wizard of OZ lässt grüßen) und aufwändigen Martial-Arts-Inszenierungen kombiniert:

Man nehme von jedem Unterhaltungs-Genre rund um die Welt eine kräftige Portion der zentralen Ingredienzien und lade sie mit ordentlich Animation auf – dann hat mans …

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The Music of Strangers – ein emotionales Fest der Musik

Yo-Yo Ma und sein Silk Road Ensemble hat der Filmemacher Morgan Neville portraitiert, von seinem Entstehen vor 15 Jahren bis heute. Morgan Neville gewann 2014 einen Oscar für „Twenty Feet from Stardom“ – den Film sollte ich als Chorsängerin sicher auch mal gucken… all das war aber erstmal noch kein Grund, den Film bei der Berlinale zu schauen. Er kommt garantiert ins Kino und bei der Filmographie seines Machers ist sicher auch kein völlig abseitiges Produkt zu erwarten. Aber das Silk Road Ensemble ist uns schon lange eine Herzens-Angelegenheit und die Aussicht auf die Friedrichstadtpalast-Leinwand war auch nicht zu verachten. (mehr …)

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Creepy – gruseln in Japan

Creepy fängt mit einer Rückblende an. Der junge Detective wird von einem Psychopathen, den er kurz zuvor noch verhört hatte, schwer verletzt, quittiert den Polizeidienst und wird Dozent für Kriminalpsychologie an einer Uni. Er zieht mit seiner jungen Frau in ein Haus und versucht, sich in der Nachbarschaft einzuleben.

Schnell stellt sich heraus, dass der Nachbar ziemlich „creepy“ ist – aber als Kriminalpsychologe weiß er, dass echte Psychopathen nach außen hin integrierte und freundliche Leute sind. Irgendwie ist der junge Mann aber der schlechteste Kriminalpsychologe der Welt. Zwar gelingt es ihm mit einem Exkollegen zusammen einen sechs Jahre alten Fall zu lösen, bei dem eine Familie bis auf die Teenie-Tochter verschwand, aber schon die Befragung der Tochter fand ich vollkommen daneben, furchtbar grob, da half es auch nichts, dass er sich ständig entschuldigte.

Achtung, hier folgen ganz leichte Spoiler…

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The Seasons in Quincy

Vier Portraits von John Berger im Lauf der vier Jahreszeiten sind es, die wir sehen und die wohl für die Nutzung bzw. Präsentation in Museen konzipiert sind. Daher der Zeitumfang, wie uns erläutert wird. John Berger, Tilda Swinton, Colin MacCabe und weitere Celebrities waren wohl auch tags zuvor zur Premiere anwesend. Das ist nun im Cubix nicht mehr so… aber hätten wir gestern für die Premiere Karten bekommen, wäre vermutlich Makhdoumin hinten runter geflogen – was ist nun besser?

Erst mit dem Start des Films wird mir deutlich, warum ich auch ‚The Seasons in Quincy“ bei der Berlinale gesehen haben sollte: derekjarmanlabs.org ist der Produzent, eine von Colin MacCabe gegründete Filmschmiede… da musste das ja wohl sein für mich 🙂 (mehr …)

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