Berlinaleblog

68. Berlinale, 15.-25. Februar 2018

21. Februar 2018
von maxuta
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Berlinale – das ist die Zeit der nicht gesehenen Filme

Die Gründe sind in jedem Jahr vielfältig. Anfangs geht es damit los, dass ein unerfindliches Karten-Management selbst den riesigen Friedrichstadtpalast innerhalb von kürzester Zeit ausverkauft sein lässt. Dann scheint auch eine erkleckliche Anzahl an Berlinale-Besucher*innen vor allem am ersten Wochenende unterwegs zu sein. Und es gibt auch noch das Problem mit den Überschneidungen oder nicht ausgesuchter Alternativen. Ab dem dritten Verkaufstag wird es dann deutlich leichter, die Wunschfilme zu bekommen.

Und so werden die nicht gesehenen Filme in diesem Jahr…
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20. Februar 2018
von micha
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14 Apples – Wackelkameraalarm

In 14 Apples bekommt  Regisseur Midi Z, als er bei seiner Mutter zu Besuch ist, zufällig mit, dass sein alter Freund Shin-Hong an Schlaflosigkeit leidet und von einem Wahrsager die Empfehlung erhalten hat, vierzehn Äpfel zu kaufen und damit vierzehn Tage als Mönch in einem abgelegenen Kloster zu verbringen. Das ist die Vorgeschichte zum Film. Er fährt spontan mit, und filmt alles mit wackeliger Kamera. Weiterlesen →

Stycie Waweru

20. Februar 2018
von micha
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Supa Modo

Supa Modo von Likarion Wainaina beginnt mit einer Filmvorführung auf der Kinderkrebsstation. Der Text zum Film wird von einem jungen Mann eingesprochen (Echo: das ist ja genau wie hier bei den Kinderfilmen, nur viel lauter und mit mehr Geräuschen!), die Kinder sind begeistert. Auf dem Weg zu ihrem Zimmer fachsimpeln Jo und ihr Freund Kush über Superkräfte – Jo möchte am liebsten fliegen können.
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19. Februar 2018
von micha
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Les rois mongols – wie man eine Oma kidnappt

Les rois mongols von Luc Picard spielt während der Oktoberkrise 1970 in Quebec. Weil der Vater von Manon und ihrem kleinen Bruder Mimi im Sterben liegt und die Kinder dann in getrennte Pflegefamilien sollen, fasst Manon einen großen Plan: mit Hilfe ihrer Cousins Martin und Denis entführen sie eine alte Frau, die ihre Oma werden, Kuchen backen, vorlesen und für Mimi ein Mickey-Mouse-Kostüm nähen soll…

Der Film ist toll, und die Einsprecherin macht ihre Sache großartig. Wer das nicht kennt: in fremdsprachigen Kinderfilmen gibt es statt Untertiteln eingesprochenen Text. Das stört überhaupt nicht, denn die EinsprecherInnen können wunderbar vorlesen. Großartig sind auch die Fragen der Kinder in der anschließenden Q&A-Session: warum haben immer alle geraucht? – das war damals so. Waren die Zigaretten echt? – Ja. Waren sie bei allen Schauspielern echt (die Frage zielt auf den großen Cousin)? Ja, aber nicht alle haben echt geraucht. Haben die beiden sich in echt geküsst? Ja – großer Jubel im Publikum.

P.S.: Der Filmtitel kommt von einem Kinderspiel, bei dem ein Kind sich albern zurecht macht und das andere dann dreimal „Ich grüße dich Mongolenkönig“ sagen muss, ohne zu lachen. Sehr cool ist die Szene, als Martin das zu einem auf der Straße Wache stehenden uniformierten Soldaten sagt.

19. Februar 2018
von micha
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Yocho (Foreboding)

Am Anfang war ein Gefühl von Vorahnung, sagt Etsuko zu Beginn von Yocho (Foreboding) von Kiyoshi Kurosawa aus dem Off. Ihr Mann benimmt sich seltsam, seine Hand tut weh, er lässt einen Teller fallen. Bei der Arbeit in der Fabrik gibt es einen Vorgesetzten, der auch ständig Dinge fallen lässt… (leichte Spoiler nach dem Klick)

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19. Februar 2018
von micha
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Hojoom – Alptraum im Stadion

Hojoom von Shahram Mokri spielt in einem Stadion, dessen Katakomben wie ein ziemlich schmuddliges Labyrinth wirken, wo Rauch oder Nebel wabert, mal grün, mal rot, mal nur neblig (Mokri erwähnt in der Q&A-Session seine Bewunderung für M. C. Escher). Die Sportler sind muskulöse Männer mit seltsamen Tattoos, schwarzen Trikots mit glitzernd verstärkten, ungepolsterten Schultern und erstaunlichen Augenringen. Wie der Sport geht, wird nicht erklärt,  wo die Augenringe herkommen schon. Weiterlesen →

18. Februar 2018
von micha
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Our Madness

Die Beschreibung von Our Madness von João Viana im Programmheft ist so schön, mehr fällt mir zu diesem Film nicht ein, auch wenn die Bilder noch ein bisschen wunderbarer und verzauberter sind, als es da steht.

Bemerkenswert war die Q & A-Session. Das Filmteam wurde auf der Bühne bejubelt. Danach wollte der Moderator Herrn Viana die erste Frage stellen. Da aber das Team schon dabei war, die Bühne zu verlassen, rannte er einfach hinterher und rief, er sei doch Teil des Teams. Die Fragen fielen aus. In der Einleitung vor dem Film, sagte er, es hätte sehr viel Streit im Team gegeben, es hätte alles sehr lange gedauert (fünf Jahre), aber jetzt sei es sehr bewegend bei der Weltpremiere dabei zu sein. Da wären uns vielleicht schon noch ein paar Fragen eingefallen.

18. Februar 2018
von micha
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Je vois rouge

Eine junge Frau kommt in Sofia an, filmt mit zwei Smartphones gleichzeitig aus dem Fenster des Autos und behauptet „alles zu dokumentieren“. An der Stelle frage ich mich kurz, wer jetzt eigentlich die Frau beim Filmen filmt, aber dann sind die beiden Smartphonevideos nebeneinander auf der Leinwand zu sehen, und ich bin abgelenkt. Weiterlesen →