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De capul nostru

De capul nostru erzählt von einem Phänomen, das es in Rumänien massenhaft gibt: Dass Eltern aus wirtschaftlicher Not ins Ausland gehen, und ihre Kinder bei Großeltern oder auch ganz allein zurücklassen.

Flavias Mutter arbeitet in Italien, ihr Vater irgendwo, mit ihrer Tochter kommunizieren sie gelegentlich per Video-Call. Meistens streiten sie sich. Luca ist für seine kleine Schwester Tina verantwortlich, die Großmutter macht Essen. Tina ist frech und verprügelt Jungs, die „es verdient haben“. Luca muss sich auf Elternabenden rechtfertigen.

Die Großmutter stirbt, Tina schleppt noch zwei Ausreißerkinder an, und es ergibt sich eine temporäre Wahlfamilie. Es ist schwer, die Wut auf die Eltern, auf ihre Unehrlichkeit, und das Sich-verlassen-fühlen auszuhalten. Und: sind Flavia und Luca jetzt ein Paar?

Die Q&A-Session ist großartig. Das Filmteam ist genauso sympathisch wie das von Mouse. Die Mutter von Regisseur Tudor Cristian Jurgiu ist im Publikum und erzählt, dass ihr Sohn mit dem Film Höhen und Tiefen erlebt hatte, das Ergebnis sei „OK“ – das Publikum brüllt vor Lachen, und der Regisseur meint, mehr könne er bei seinen Eltern wohl nicht erreichen. Da ergänzt sie doch noch, dass sie mächtig stolz auf ihn ist.


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