Chimney Town: Frozen in Time
Schnell noch ein paar Worte zu dieser japanischen Animation: ein kleiner Junge und eine grimmige Katze müssen Aufgaben zwei Phantasie-Welte erfülllen. Die ersten 20 Minuten ließ ich mich, wie wohl die meisten anderen, vom optischen Vergnügen, rasanten Rennen usw. hinreißen – bis dann im Zauberreich ein Liebespaar auftauchte, das so unglaublich gender-stereotyp war, dass man richtig merkte, wie den erwachsenen Zuschauer*innen im Zoo-Palast die Gesichtszüge einfroren – so einen unglaublich peinlichen 50-er Jahre Kitsch hätte man heute eigentlich nicht mehr für möglich gehalten. Und ab dem Punkt konnte ich dann dem Film auch nicht mehr die ganzen anderen Banalitäten verzeihen, dass die Geschichte so unsäglich pseudo-philosophisch / konventionell / kitschig aufgeladen ist und dass sie keinen Funken Originalität hat. Ich kann mindestens 4 Werke aufzählen, bei denen sich der Autor mangels eigener Ideen ganz ungeniert und ziemlich offensichtlich bedient hat: Momo, die Unendliche Geschichte, Star Wars und verschieden Tim-Burton-Filme.
Damit wars dann auch aus mit dem Vergnügen, Bilder egal.

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