Vor Filmen auf Portugiesisch zucke ich immer ein bisschen zurück, zu oft haben sie bisher schon die Bullshit-Schranke gerissen. Trotzdem hat meine 38. Berlinale mit einem Film aus Brasilien begonnen: Unser Geheimnis (Nosso segredo)
Habe es nicht bereut! Das Thema: wie eine Familie den Tod des Vaters verarbeitet. Da ging es gegen Ende durchaus auch künstlich-surreal zu (anscheinend haben portugiesischsprachige Filmemacher*innen eine Neigung dazu), aber der Film blieb weitgehend mit beiden Beinen auf der Erde und war durchweg ein ästhetisches Vergnügen. Sehr schön! Was das Geheimnis ist, wird nicht verraten, nur so viel: es kommen Tiere vor.
Heute war die Premiere des Films, und vor dem Start schob sich ein Trek von gut 20 Mitwirkenden auf die Bühne – darunter auch der kleine Schauspieler, dem das Ganze nicht geheuer schien. Das Ganze sah aus wie eine Hochzeitsgesellschaft. Und bevor es losging sagte die Regisseurin: „Das ist ein Familien-Film, also: Willkommen in unserem Zuhause.“ Das fand ich nett.

Kommentare
Ein Kommentar zu „Nosso segredo“
Oh, ich glaube, wir waren in einem anderen Film! Wir hätten uns im Anschluss an die Vorführung sehr ein „Filmgespräch“ mit Dir gewünscht. Es gab nämlich im Kino leider keins, vielleicht hätte das noch etwas gerissen. Mir persönlich hat es viel zu lange gedauert, bis die Familie sich dem Geheimnis auch nur annäherte. Bis dahin waren sie vor allem mit Sprachlosigkeit beschäftigt, was ich eher anstrengend fand. Bin also total gespannt darauf, mehr darüber zu erfahren, was Du gesehen hast.