Wie gesagt, portugiesischsprachige Filme finde ich immer ein bisschen gefährlich, trotzdem gab es diesmal sogar noch einen zweiten in meinem Programm (nach Nosso segredo): Se eu fosse vivo … viva beginnt in den 1970ern, wo ein junger bebrillter Mann seiner Liebsten ein Ständchen bringt, um sie für sich zu erweichen. Das ist sehr nett. Dann springen wir 50 Jahre nach vorn in die Gegenwart, und da ist aus den Beiden ein harmonisches altes Ehepaar geworden, das sehr vertraut den Alltag, Arzbesuche, Spaziergänge usw. teilt. Das ist auch nett und ein bisschen rührend anzusehen. Bis dahin alles gut, wenn auch etwas unspektakulär. Und dann wird der Film ganz seltsam: Die Frau, stellt sich heraus, kommt aus dem Krankenhaus zurück und ist innen hohl (ja wirklich, sie hat ein herzförmiges Loch im Rücken, da kann man in sie reingucken). Der Mann verirrt sich in seiner eigenen Heimatstadt, schläft im Obdachlosenheim, geht zu einem Treffpunkt von Aluhut-Trägern und wird schlussendlich von einem UFO entführt (ganz wörtlich, ein rundes UFO beamt ihn hoch), dann sitzt er in dem UFO (es ist innen weiß) und erzählt dem Publikum einen Witz über Sherlock Holmes und Dr. Watson, und dann ist der Film aus.
Was soll man davon halten? Soll das Ganze evtl. eine Demenz darstellen? Ich habe keine Ahnung, und ehrlich gesagt auch nicht so viel Elan, es herauszufinden. Es bleibt dabei, portugiesischsprachige Filme sind einfach gefährlich.

Schreibe einen Kommentar