Truly Naked war (bisher) der vergnüglichste (wenn man das so sagen kann) Film auf dieser Berlinale – trotz einiger Zumutungen, die man dabei auszuhalten hatte.

Diese schönen Socken mit lustigen Oktopussen drauf trug ich während des Films, und wer ihn gesehen hat, dem werden jetzt Schauder des Entsetzens über den Körper laufen. Das ist leider ein Gag für Insider, ich kann unmöglich beschreiben, was in dem Film mit den Oktopussen passiert.
Jedenfalls geht es um eine Vater-Sohn-Beziehung (hm… doch noch ein Film übers Vater-sein…), wobei der Vater Porno-Produzent und sein eigener Hauptdarsteller ist, und der Sohn im bei der Arbeit hilft, d.h. konkret: die Akte filmt. Das ist schon ziemlich abgedreht, zwischenzeitlich hab ich mich gefragt, ob das eigentlich den Tatbestand des Kindesmißbrauchs erfüllt – immerhin geht der Sohn noch zur Schule. Da lernt er ein tolles Mädchen kennen und verliebt sich, und dann merkt er, dass dann doch alles ganz anders ist, als im Film…
Hier hat mir sehr gut gefallen, dass die Regisseurin Pornographie entschleiert, ohne die involvierten Personen zu denunzieren. Die Rolle der weiblichen Pornodarstellerin spielt ein „echter“ Pornostar aus England und sie darf eine sehr souveräne Person darstellen. Dass das Business nicht gerade schön ist, sehen wir trotzdem sehr eindrücklich und sensibel. Aber am Ende emanzipiert sich der junge Mann und es gibt ein Happy-End, und das darf zur Abwechslung auch mal sein.

Schreibe einen Kommentar