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Yo (Love is a Rebellious Bird)

Und schon sind wir beim letzten Film dieser Berlinale – schade eigentlich, es war wieder interessant und aufgregend, und irgendwie habe ich mich jetzt erst richtig warmgeschrieben.

Yo, deren letzte Lebenszeit in den Film beschrieben wird, war eine enge Freundin von Anna, der Filmemacherin, und sie lagen vom Alter her 50 Jahre auseinander. Ich finde das faszinierend und hätte gern mehr über diese Freundschaft gewusst: was haben sie zusammen gemacht? Was waren wichtige Momente? Was haben sie einander gegeben? Was konnten sie an einander leiden? Schade, darüber haben wir nicht viel erfahren. Im Mittelpunkt stand Yos Leben, und die Trauer von Anna, als Yo hochbetagt (meiner Rechnung nach mit 90) gestorben ist. Seither baut Anna in ihrer Garage Yos Haus im Verhältnis 1:3 detailgetreu nach, und die Freundin wohnt darin als eine Puppe. Rührend, die Freude in den Gesichtern von Yos Kindern (auch schon im Seniorenalter), wenn sie durch die Fenster in das Mini-Haus hineinschauen, und wenn Anna und ihre Tochter sich in das Haus hineinschneckeln. Dieses Modellhaus und die surrealen Bilder der beiden darin haben mir völlig unverständlicher Weise die Tränen in die Augen getrieben; der Geräuschkulisse am Ende nach: nicht nur mir. Ganz seltsame Sache, das. Kunst halt.


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