The Seasons in Quincy

Vier Portraits von John Berger im Lauf der vier Jahreszeiten sind es, die wir sehen und die wohl für die Nutzung bzw. Präsentation in Museen konzipiert sind. Daher der Zeitumfang, wie uns erläutert wird. John Berger, Tilda Swinton, Colin MacCabe und weitere Celebrities waren wohl auch tags zuvor zur Premiere anwesend. Das ist nun im Cubix nicht mehr so… aber hätten wir gestern für die Premiere Karten bekommen, wäre vermutlich Makhdoumin hinten runter geflogen – was ist nun besser?

Erst mit dem Start des Films wird mir deutlich, warum ich auch ‚The Seasons in Quincy“ bei der Berlinale gesehen haben sollte: derekjarmanlabs.org ist der Produzent, eine von Colin MacCabe gegründete Filmschmiede… da musste das ja wohl sein für mich 🙂 (mehr …)

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Was haben polnische Pflegekräfte in Deutschland mit dem Libanon zu tun – Makhdoumin

Makhdoumin heisst übersetzt in etwa „Der/Die Bediente“, wie die Produzentin erläutert. Diese übernimmt auch die Übersetzerinnen-Rolle und bewältigt dies bravourös und zum Nutzen aller Zuschauenden – vielen Dank dafür, Sabine Sidawi.

Der ursprüngliche Filmtitel nimmt also die genau umkehrte Blickrichtung zur Übersetzung „A maid for each“ – „Eine Bedienstete für jede/n“ ein. Das ist nicht unwichtig für diese Doku, die sich mit dem Phänomen der Hausangestellten im Libanon auseinandersetzt, von denen es etwa 200.000 geben soll bei einer Bevölkerung von 4 Millionen… jaja: 5%. Wie ist das eigentlich in Deutschland? Mindestens für die polnischen Putzfrauen könnte das Verhältnis so ähnlich aussehen. (mehr …)

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Einen Kinderfilm ohne Kinder gucken – Die Reise nach Sundevit

Einen Kinderfilm ohne Kinder zu gucken, war schon nicht so klasse – aber das ist auch das einzige, was negativ an diesem Screening war. Und nun ist nur zu hoffen, dass noch viele Kinder den Weg in diesen überhaupt nicht verstaubten Retro-Generation-Cross-Section-Film in Schwarzweiss finden.

Und wo ist eigentlich Sundevit? Mich erinnerte alles an die Landschaft des Darss bei Prerow mit Leuchtturm und Campingplatz in den Dünen. Der Name Sundevit ist mir im Grossraum Fischland-Rügen-Hiddensee-Stralsund immer wieder begegnet, aber Wikipedia weiss dazu nichts. Gedreht ist der Film jedenfalls im Umfeld von Zingst, wie der Kameramann Jürgen Bauer erläutert. Heiner Carows Kinderfilm war sein Erstling und er ist für ein einführendes Filmgespräch anwesend. Mit der Abgeklärtheit des Rückblicks auf 50 Jahre gibt er Zensur-Anekdoten zum Besten: die Film-Musik, die beste 60er Beat-Musik ist, war anfangs nicht genehm (mehr …)

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Girl Asleep – Modern Fantasy im Dekor der 70er

Hingehen!!! Es sind auch noch Karten zu kriegen, sogar fürs Wochenende!

Unsere diesjährige Berlinale wurde mit dem Eröffnungsfilm der Generation-Schiene – sollte ich sagen: dank? – eine echte Freude. Im Haus der Kulturen summte ein Bienenkorb aus Teenagern (die sehen ja alle schon so erwachsen aus mit ihren Doris-Day-Mänteln und den ondulierten Bärten-und Tollen!), die sich gegenseitig Apps-Bilder-Videos auf ihren Mobilteilen zeigten und natürlich: redeten. Und als es dann richtig losging, wars still. Und die Eindringlichkeit des Filmes konnte man spüren. Und die Begeisterung ganz differenziert hören.

Wir bekamen die diesjährige Jury zu sehen – prima buntgemixte Styles – und zu sehen war eine Coming-of-Age-Geschichte um alles, was das Pubertieren anstrengend macht: umziehen und auf eine neue Schule gehen müssen mit seltsamen Mitschülern und dissenden Mädels-Cliquen, peinlichen Eltern und peinlicher Schwester. Die Märchen-und-Puppen-Welt ist noch nicht verabschiedet, passt aber auch nicht mehr. Die Eltern verordnen Greta eine Party für den 15. (!) Geburtstag, was nun so garnicht geht angesichts der Umstände. Und das alles in Bunt, Unterhaltsam, Lustig.

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