Midnight Traveler

Midnight Traveler sind Hassan, Zahra, Fatima und Nargis Fazili (auf dem Bild v.l.n.r.). Die Familie stammt aus Afghanistan, die Eltern sind Filmemacher*innen, die dort mit dem Tod bedroht wurden und…

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Voller Berlinaletag

Ausgiebiges Frühstück mit Besuch im Café Meyan (sehr zu empfehlen), Friedrichstadtpalast, Cinemaxx, International, zu kurze Pausen dazwischen – komme gar nicht mehr zum Mitschreiben. Heute war mit drei sehr unterschiedlichen und großartigen Filmen ein voller Berlinaletag.

Khook von Mani Haghighi im Wettbewerb. Das ist eine sehr lustige Filmbusiness-Metaebenenen-Komödie oder so etwas: Regisseur Hasan hat Drehverbot, und muss Werbefilme drehen (wunderbar, das Kakerlakenballett, bei dem orange verkleidete Tänzerinnen eingenebelt werden und dann blauen Schleim – aus Österreich! – spucken und sterben, Werbung für Insektenspray, das bei der Auftraggeberin leider nicht sehr gut ankommt), seine Hauptdarstellerin und Geliebte läuft zu seinem Konkurrenten über, einem aufgeblasenen Schwafelkopf, außerdem werden Regisseure geköpft – zuerst Mani Haghighi himself, der bestimmt Spaß hatte, seine eigene Trauerfeier zu inszenieren. Hasan ist schwer gekränkt, weil der Killer ihn ignoriert,… Großartiges splatteriges Finale, viel Spaß! (mehr …)

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Al Gami’ya – ein feministischer Blick in eine patriarchale Gesellschaft

 

Der Regisseurin Reem Saleh ist ein anrührender Einblick in fremde Frauen-Leben in einem patriarchalen Kontext gelungen und die Dokumentation von Lebenswegen ohne einen regelnden Staat. Sie kommentiert durch ihren feministischen Blick, ihre Parteilichkeit, ihr Mitgefühl.

Im lauten, dreckigen, verfallenen Kairoer Stadtteil Rod el Faraq – dem Heimatviertel ihrer Mutter in Kairo und nicht einem der ärmsten, wie sie im Filmgespräch kommentiert – begleitet sie vor allem die Frauen.

Sie sorgen für Essen, Wohnung, Kranken-Pflege und meistenteils auch das Einkommen. Sie haben die Verantwortung für die Kinder, sie handeln aus, streiten und vertragen sich. Sie versorgen, lieben, stützen und verlassen ihre Männer – und werden von ihnen zurückgeliebt, aber auch schlecht behandelt und verlassen.

Und Scheidungen scheinen von beiden Seiten auszugehen und initiiert werden zu können. Hätten wir das mit Ägypten assoziiert? Eine der Protagonistinnen heiratet den Vater ihrer Kinder dreimal…
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Hojoom – Alptraum im Stadion

Hojoom von Shahram Mokri spielt in einem Stadion, dessen Katakomben wie ein ziemlich schmuddliges Labyrinth wirken, wo Rauch oder Nebel wabert, mal grün, mal rot, mal nur neblig (Mokri erwähnt in der Q&A-Session seine Bewunderung für M. C. Escher). Die Sportler sind muskulöse Männer mit seltsamen Tattoos, schwarzen Trikots mit glitzernd verstärkten, ungepolsterten Schultern und erstaunlichen Augenringen. Wie der Sport geht, wird nicht erklärt,  wo die Augenringe herkommen schon. (mehr …)

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Garbage

Garbage von Q (der Tagesspiegel weiß, dass er einen "richtigen" Namen hat, drum habe ich ihn dann doch bei IMDb gefunden - aber weil er den Film nun mal als…

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Je vois rouge

Eine junge Frau kommt in Sofia an, filmt mit zwei Smartphones gleichzeitig aus dem Fenster des Autos und behauptet „alles zu dokumentieren“. An der Stelle frage ich mich kurz, wer jetzt eigentlich die Frau beim Filmen filmt, aber dann sind die beiden Smartphonevideos nebeneinander auf der Leinwand zu sehen, und ich bin abgelenkt. (mehr …)

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