Weirdos

Ein weiterer Film, der eine vergangene Epoche schwarz-weiß darstellt: Weirdos von Bruce McDonald spielt um den 4. Juli 1976, im Fernsehen laufen ständig Paraden zu den Bicentennial-Feiern. Kit ist sauer auf seinen Vater und trampt mit seiner Freundin Alice nach Sydney (das in Nova Scotia), um bei seiner Mutter zu leben. Die ist eine ziemlich durchgeknallte Hippie-Künstlerin mit einem echten Problem. Dazu gibt’s einen schönen Siebziger-Soundtrack. (mehr …)

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Mittwoch: Doku-Tag

Drei Dokumentarfilme an einem Tag – Absicht war das nicht, aber großartig.

Becoming Who I Was ist die Geschichte des jungen Rinpoche Angdu, der als kleines Kind als Reinkarnation eines hohen Lamas erkannt wird. Er erinnert sich an sein letztes Leben in einem großen Kloster in der tibetischen Region Kham. Problem: Angdu lebt in Ladakh. Er wird als Kind schon Mönch, aber das Kloster, in dem er seine erste Erziehung erhält, hat bereits einen Rinpoche. Angdu wird weggeschickt und weiter von einem tibetischen Arzt und Mönch erzogen, bei dem er lebt. Das Verhältnis der beiden ist sehr schön anzusehen, wie liebevoll sie miteinander umgehen, wie sie spielen und buddhistische Schriften lernen, worauf der kleine Junge nicht immer Lust hat. Leider kommt in alle den Jahren niemand aus seinem ehemaligen Kloster, um ihn dorthin zu holen. Was nicht wirklich verwunderlich ist, angesichts der chinesischen Tibetpolitik, aber ungünstig für einen Rinpoche ohne Kloster. Irgendwann machen sich Lehrer und Schüler zu Fuß auf den Weg nach Tibet.

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Zwei Filme über Familien-Zusammenhalt als Berlinale-Auftakt 2017

… und über Themen, über die ich bisher wenig wusste oder mir wenig Gedanken gemacht habe:

Belinda ist die Protagonistin eines Dokumentarfilmes, der Erwachsenwerden und Liebesbeziehung der Protagonistin begleitet, die in Kinderheimen aufwächst; mit Verwandten, die im Knast sitzen, Drogenprobleme haben oder kaum die Miete aufbringen können; die gegen ihren Willen von ihrem Vormund von ihrer Schwester getrennt wird und sich trotzdem anscheinend nicht von ihm hintergangen fühlt. Auch die Eltern, zu denen sie trotz allem eine innige und liebevolle Beziehung hat, haben eine tiefe Zuneigung und Verehrung zum Vormund Herrn Germsheimer aufgebaut. Immer wieder erlebt man Handytelefonate mit ihm mit, die ganz herzlich und zugewandt sind, einmal bedankt sich der Vater: sie haben meine Kinder aufgezogen.

Erst nach und nach schiebt sich ein Aspekt in den Film, der zum Ansatzpunkt für den ungewöhnlichen Zusammenhalt, die tiefe emotionale Bindung und die große Treue der gezeigten Personen zeitgleich mit ihren sozialen Problemen wird: (mehr …)

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Valderama – und Iran, Müsterium

Gestern nachmittag gab es quasi das fiktionale Gegenstück zu „Starless Dreams“ (Royahaye Dame Sobh), den Film über die inhaftierten Mädels, den Uta schon so schön besprochen hat. Dieser Iran wird mir immer unverständlicher. Bis vor kurzer Zeit hieß es, die dürfen dort nur moralisch genehme Filme drehen. Dann gibt es Berufsverbot für Herrn Pahani und er muss seine Filme quasi zuhause und geheim drehen, und im Taxi-Film bekamen wir auch noch die Belehrung, wie ein guter iranischer Film offiziell zu sein hat. Und dieses Jahr gibt es dann eben mal zwei Filme, die aus meiner Sicht ziemlich unerwartete / schockierende Dinge über die iranische Gesellschaft recht schonungslos zeigen, und zwar ganz ohne moralische Überheblichkeit. Wie kann das sein? Ich komme da nicht mit. „Starless Dreams“ wurde in einem Mädchen-Gefängnis/Korrekturanstalt gedreht, das kann unmöglich ohne Genehmigung der Behörden passiert sein. (Wahrscheinlich gilt immer noch der Spruch, der vor ein paar Jahren mal in dem Film über das deutsch-iranische Frauenfussballturnier gefallen ist: „Im Iran ist alles möglich und alles unmöglich.“)

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It’s kindergarten time! Ein Eintrag mit Aufgabe

Vor 5 Jahren bin ich ja zufällig in der Kindergarten-Kurzfilmschiene gelandet und hatte ein großes ästhetisches und überhaupt Vergnügen. Nicht alle Wiederholungsversuche waren seither erfolgreich, aber diesmal war es wirklich wieder ein großer Genuß!

ACHTUNG: Weiterlesen darf nur, wer bereit ist, eine 1-minütige Aufgabe zu erfüllen!

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