Berlinfilm: Cleo

Kino 1 im Zoopalast ist trotz BVG-Streik brechend voll – hauptsächlich Kids, denn Cleo von Erik Schmitt läuft in Generation K+. Berlin spielt darin die Hauptrolle. Das behauptet zumindest ganz bescheiden Marleen Lohse, die dann wohl die wunderbare zweite Hauptrolle hat. Cleo hat bei der Geburt die Mutter verloren, da wäre eine Zauberuhr, mit der man die Zeit zurückdrehen kann, total praktisch. Eine solche Uhr soll im bis heute niemals gefundenen Schatz der Sass-Brüder versteckt sein, die in den 20er Jahren bekannte Geldschrankknacker waren. Der erste Versuch, den Schatz zu suchen, endet in einer Katastrophe. (mehr …)

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We Are Little Zombies

Makoto Nagahisa und Dolmetscherin
Makoto Nagahisa und die Dolmetscherin nach dem Film (ja, das ist ein Olympiade München 1972 Oberteil)

Vier 13 1/2-jährige (im Schnitt) begegnen sich im Krematorium, ihre Eltern sind gerade ums Leben gekommen. Sie tauschen Todesursachen aus, dass es wie Autoquartett klingt: Busunglück, Suizid (wegen überwältigenden Schulden bei Unterweltgangstern), Gasexplosion, Mord. Sie weinen nicht, aber das geht bei so langweiligen Beerdigungen auch nicht. Die gemeinsame Reise der vier beginnt im luxuriösen Heim von Hikari, dem Erzähler mit der Brille. Er hat Unmengen von Spielekonsolen und Spielen, und die vier stellen sich vor, in einem Spiel zu sein „We Are Little Zombies“. Der Fortgang des Films sind die Levels im Spiel, die vier müssen Gegenstände aus ihren früheren Leben erbeuten und Kämpfe bestehen. Wir erfahren die Vorgeschichte von allen vieren (alles super gefilmt, selber angucken!!!). (mehr …)

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Sekala Niskala – The Seen and Unseen

Sekala Niskala, das Sichtbare und das Unsichtbare macht Kamila Andini im Kino sichtbar. Tantra und Tantri sind Zwillinge, und wenn ein Zwillingspaar aus einem Jungen und einem Mädchen besteht, steht das in Indonesien für Harmonie und eine besondere Verbundenheit. Sie braten sich ein Ei, das Tantra vom Opfertisch geklaut hat, Tantri bekommt das Weiße, Tantra das Gelbe. Aber dann ist Tantra schwer krank, und im Ei ist kein Dotter mehr. (mehr …)

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Voller Berlinaletag

Ausgiebiges Frühstück mit Besuch im Café Meyan (sehr zu empfehlen), Friedrichstadtpalast, Cinemaxx, International, zu kurze Pausen dazwischen – komme gar nicht mehr zum Mitschreiben. Heute war mit drei sehr unterschiedlichen und großartigen Filmen ein voller Berlinaletag.

Khook von Mani Haghighi im Wettbewerb. Das ist eine sehr lustige Filmbusiness-Metaebenenen-Komödie oder so etwas: Regisseur Hasan hat Drehverbot, und muss Werbefilme drehen (wunderbar, das Kakerlakenballett, bei dem orange verkleidete Tänzerinnen eingenebelt werden und dann blauen Schleim – aus Österreich! – spucken und sterben, Werbung für Insektenspray, das bei der Auftraggeberin leider nicht sehr gut ankommt), seine Hauptdarstellerin und Geliebte läuft zu seinem Konkurrenten über, einem aufgeblasenen Schwafelkopf, außerdem werden Regisseure geköpft – zuerst Mani Haghighi himself, der bestimmt Spaß hatte, seine eigene Trauerfeier zu inszenieren. Hasan ist schwer gekränkt, weil der Killer ihn ignoriert,… Großartiges splatteriges Finale, viel Spaß! (mehr …)

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High Fantasy

Vier junge Menschen machen einen Campingausflug, drei Frauen, ein Mann, drei schwarz, eine weiß. Ziel des Ausflugs ist eine Farm, das heißt, das riesige Land drum herum, das Lexis Familie gehört. Aber wem gehört das Land, wem sollte es gehören?

High Fantasy ist von Jenna Bass. Die vier streiten sich, mal ist es ein Konflikt zwischen schwarz und weiß, mal zwischen Frauen und Mann. Dann wieder haben sie Spaß miteinander, jede*r  performt etwas, Thami rapt, Xoli tanzt traditionell, Lexi spricht ein Gedicht in einer Sprache mit vielen Schnalzlauten, was Tatjana macht, habe ich vergessen. Und weil sie moderne junge Leute sind, dokumentieren sie alles mit ihren Smartphones.

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Stycie Waweru, die kleine Superheldin im Interview

Supa Modo

Supa Modo von Likarion Wainaina beginnt mit einer Filmvorführung auf der Kinderkrebsstation. Der Text zum Film wird von einem jungen Mann eingesprochen (Echo: das ist ja genau wie hier bei den Kinderfilmen, nur viel lauter und mit mehr Geräuschen!), die Kinder sind begeistert. Auf dem Weg zu ihrem Zimmer fachsimpeln Jo und ihr Freund Kush über Superkräfte – Jo möchte am liebsten fliegen können.
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